Hell or High Water – Filmbewertung

hellorhighwater

Bewertung: 7/10
Kurz: Schöne Bilder, gute Musik. Insgesamt gute Unterhaltung, mehr aber auch nicht.
Kinostart Schweiz: 3. November 2016
Der Trailer zum Film

Die Kulisse gleicht einem modernen Western. Die Geschichte ebenfalls. Nur – wer ist der Gute, wer der Böse? Die beiden Brüder Toby (Chris Pine) und Tanner (Ben Foster) versuchen die Farm ihrer verstorbenen Mutter zu retten. Innerhalb weniger Tage müssen die Schulden bezahlt sein, ansonsten droht die Bank mit der Zwangsversteigerung. Die Lösung: Mehrere Überfälle auf genau diese Bank. Auf der anderen Seite stehen die Texas Ranger Alberto Parker (Gil Birmingham) und Marcus Hamilton (Jeff Bridges). Letzterer steht kurz vor seiner Pension, die Aufklärung der Banküberfälle wird wohl sein letzter Fall sein. Bald schon nehmen die beiden die Spur auf. Und mit wem soll der Zuschauer nun mitfiebern?

Hell or High Water ist ein bisschen Western und ein bisschen Krimi, gut konstruiert und regt mit gesellschaftskritischem Hintergrund durchaus zum Nachdenken an. Die Rollen sind fast durchgehend hervorragend besetzt. Überzeugend sind vor allem Jeff Bridges und Chris Pine, aber auch Ben Foster oder Gil Birmingham. Und trotzdem: Mehr als gute Unterhaltung ist Hell or High Water auch nicht. Irgendwie nichts Neues. Zwar gut, aber nicht herausragend. Haften blieben bei mir vor allem die Bilder sowie die Musik. Und ein paar offene Fragen, für deren Beantwortung zwischendurch fünf Minuten mehr Erklärung gereicht hätten. Schade darum.

Oscar-Chancen

Bester Film: Ich wage mal die Prognose, dass Hell oder High Water in dieser Kategorie keine Rolle spielen wird. Auch wenn er mit dem Kampf gegen die Banken und dem Auflehnen des kleinen Mannes ein aktuelles Thema aufnimmt. Zu wenig neu, zu unspektakulär.

Bester Hauptdarsteller: Jeff Bridges wird zwar als möglicher Nominierter hoch gehandelt. Und er liefert unbestritten auch einmal mehr ein überzeugendes Schauspiel. Geschichten wie seine, mit inzwischen fünf Nominierungen und «nur» einem Gewinn, kombiniert mit seinem Alter von 67 Jahren, sind in Hollywood ausserdem sehr beliebt. Trotzdem wäre dies seine dritte Rolle in Folge, in dem er in Cowboy-Umgebung nominiert wird. Ich hoffe deshalb auf keine Nominierung – und dass Jeff Bridges sein Können bald in neuer Rolle wieder unter Beweis stellt.

Bestes Originaldrehbuch: Hier könnte es für Taylor Sheridan zumindest für eine Nominierung reichen. Schliesslich fanden einige bereits sein Drehbuch für Sicario im vergangenen Jahr nominierungswürdig. Für mich hatten beide Drehbücher ihre Schwächen, weshalb ich auch hier wieder auf keine Nominierung hoffe.

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