Fantastic Beasts and Where to Find Them – Filmbewertung

Bewertung: 5/10
Kurz: Eine Rückkehr in eine leider etwas entzauberte Zauberwelt. Im Ansatz gut, in den Details verloren.
Kinostart: 17. November 2016

Über fünf Jahre nach dem letzten Harry Potter Film habe ich mich gefreut auf eine Rückkehr in die Zauberwelt von J.K. Rowling. Auch wenn Fantastic Beasts and Where to Find Them nur wenig mit Harry Potter & Co. zu tun hat – die Fantasie wird ja wohl die gleiche geblieben sein. Naja.

Die Geschichte dreht sich um den Zauberer Newt Scamander, der nach New York reist – im Handgepäck einen Koffer gefüllt mit magischen Kreaturen. Schon nach kurzer Zeit flüchten einige diese Kreaturen aus dem Koffer, und das zu einem blöden Zeitpunkt. Denn in den USA begegnen die Nicht-Magier den Zauberern nicht gerade freundlich. Das Chaos, das die entlaufenen Kreaturen anstellen, könnte nun die Aufmerksamkeit auf die Magier lenken und der Zauberwelt zum Verhängnis werden. Aber sind wirklich die Kreaturen aus dem Koffer für alles verantwortlich?

Fantastic Beasts and Where to Find Them ist kein schlechter Film. Aber wirklich gut leider auch nicht. Vielleicht waren die Erwartungen zu hoch, aber die Story lässt schlicht zu wünschen übrig, beziehungsweise fehlt fast ganz. In der zweiten Hälfte wird es zwar nochmals spannender, packend wäre aber anders.

Das wäre ja alles nicht so schlimm, schliesslich würde so mehr Zeit für die Details bleiben: Sprechende Gemälde, sich bewegende Zeitungen, kurlige Gestalten… Das alles kommt vor, aber mit wenigen Ausnahmen lieblos. Dabei wäre die Vorlage mit den magischen Kreaturen ja perfekt: Nur sind diese im Film leider weder wirklich ausgefallen magisch, noch werden sie einem richtig sympathisch.

Die ganzen 133 Minuten Spielzeit hindurch wurde ich das Gefühl nicht los, dass hier eine Geschichte in die Länge gezogen wird, um fünf Filme hinzukriegen und möglichst viel Geld zu verdienen, und dabei das Auge fürs Detail verloren ging. Etwas zurückversetzt fühlte ich mit diesem Gefühl dann trotzdem in die Zeit der Harry Potter-Filme. Schliesslich waren auch dort die letzten drei bis vier Teile nicht schlecht, wurden aber immer langgezogener und fantasieloser. Alles in allem eine leider leicht entzauberte Zauberwelt.

Oscar-Chancen

Der gleichen Meinung sind zurzeit auch die meisten Oscar-Prognosen. In all jenen Kategorien, für die dieser Film eigentlich prädestiniert wäre, wird Fantastic Beasts and Where to Find Them zwar unter den erweiterten Favoriten geführt: Production Design, Costume Design, Makeup & Hairstyling und Visual Effects. AwardCircuit.com traut dem Film jedoch nicht einmal eine Nominierung in diesen Kategorien zu, während «AwardsWatch» wie auch «Variety» zwar Nominierungen, aber mit ziemlicher Sicherheit keinen Oscar voraussagen.

Meiner Ansicht nach bräuchte es für diesen Film nicht mal Nominierungen – und schliesslich haben die Macher ja noch vier weitere Filme Zeit, sich zu beweisen.

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