Doctor Strange – Filmbewertung

Bewertung: 7/10
Kurz: Ein Film ohne grosse Story, aber visuell und in 3D ein wahrer Genuss zum Zurücklehnen.
Kinostart: 27. Oktober 2016

Eigentlich kann ich nicht viel mit Marvel-Filmen anfangen. Und doch spielen sie bei den Oscars zumindest in Kategorien wie Special Effects immer wieder eine Rolle – also ab ins Kino. Und meistens werde ich – ganz ohne Erwartungen – dann doch positiv überrascht. Rein visuell. So auch bei Doctor Strange.

Nach einem Autounfall kann der ehrgeizige und arrogante Dr. Stephen Strange seinen Beruf nicht mehr ausüben. Trotz Training spielen seine Finger nicht mehr so mit wie früher, zu schwer waren die Verletzungen. Auf der Suche nach Hilfe landet Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) in Nepal und lernt dort von der «Ältesten» (Tilda Swinton), dass es mehr gibt als seine Wissenschaft. Mittels magischer Energie entwickelt er ungeahnte Kräfte, die er schnell auch einzusetzen weiss.

So auf jeden Fall habe ich die Story verstanden – oder ging sie doch anders? Egal: Bei Doctor Strange muss man nicht jeden Handlungsstrang genau verstehen. Vielmehr kann man einfach die 3D-Brille aufsetzen, zurücklehnen und in die Technikwelt der Filmindustrie eintauchen. Denn so fasziniert von 3D-Effekten wie bei Doctor Strange war ich zuletzt bei Gravity und Avatar.

Da schwebt man als Zuschauer durch verschiedene Universen, schaut zu, wie sich ganze Häuserzeilen und Städte zusammenfalten, Böden verschieben, Feuerbälle auf einen zufliegen usw. Bei all der Action geht die Story ein bisschen verloren – weil sie nicht vorhanden ist oder man sie schlicht verpasst? Was solls: Bei Doctor Strange hat für mich der visuelle Genuss gereicht, echtes Popcorn-Kino, das Spass macht. Und – so tragisch das ist – bisher für mich einer der eindrücklichsten Filme 2016. Manchmal braucht es gar nicht viel.

Oscar-Chancen

Marvel Studios hat – trotz den sehr guten Voraussetzungen- noch nie einen Oscar bei den Special Effects gewonnen. Wohl auch, weil die Comic-Verfilmungen für viele Academy Mitglieder zu profan sind. Mit Doctor Strange schickt Marvel nun aber einen aus meiner Sicht sehr starker Kandidat ins Rennen. Wirklich auf dem Radar haben den Film zurzeit trotzdem nur die wenigsten. Ausser bei «Variety» wird er hoch gehandelt. Und auch «The Washington Post» meint: «Superhero-Filme haben bei den Acadamy Awards normalerweise kaum Chance. […]. Mit Doctor Strange könnte Marvel diesen Grundsatz nun aber verdientermassen brechen.» Ganz meine Meinung – zumindest ohne anderen Favoriten bisher gesehen zu haben.

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