Arrival – Filmkritik

Bewertung: 8/10
Kurz: Was bringt die Zukunft? Arrival geht dieser Frage für einmal aus einer anderen Perspektive nach und regt zum Nachdenken an – auch Nicht-Science-Fiction-Fans.
Kinostart: 8. Dezember 2016

12 Raumschiffe landen gleichzeitig an verschiedenen Orten der Welt – was aber wollen die Ausserirdischen von den Menschen? Ist es eine Kriegserklärung? Ein wohlgesinnter Besuch? Ein Grundszenario, wie es schon in vielen Science-Fiction-Filmen aufgebaut wurde. Das ist dann aber auch schon fast alles, was Arrival mit den typischen Science-Fiction-Filmen gemein hat. Bei Arrival gibt es nur wenige Explosionen, es werden keine Städte zerstört und es rennen keine schreienden Menschen umher. Regisseur Denise Villeneuve wählt basieren auf der Kurzgeschichte Story of Your Life eine andere Perspektive.

Das US-Militär bittet Linguistin Dr. Louise Banks um Hilfe, um Kontakt mit den Ausserirdischen im Raumschiff aufzunehmen. Und dies mit Kommunikation. Was beginnt ist eine Geschichte um das Erforschen einer neuen Sprache, damit man sich gegenseitig versteht. Zur Erreichung dieses Zieles braucht es nicht nur viel Geduld, sondern auch einen offenen Geist ohne Vorurteile. Dies erfahren Dr. Louise Banks (Amy Adams) wie auch Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) am eigenen Leib.

Wohltuendes Filmerlebnis mit kleinen Schwächen

Diese neue Herangehensweise an einen Science-Fiction-Film ist wohltuend. Denis Villeneuve schafft es auch ohne grosse Action, dass es einem als Zuschauer nur selten langweilig wird. Vor allem aber ist Arrival ein Film, der zum Nachdenken anregt, über grundlegende Lebensfragen und die Welt im Allgemeinen. Denn wäre diese nicht eine bessere, wenn man sich gegenseitig zuhört, anstatt sich von Vorurteilen leiten zu lassen? Nicht die einzige Frage, welche den Zuschauer nach dem Film noch eine Zeit lang begleiten wird.

Alles in allem ein absolut sehenswerter Film, der jedoch auch wenige Schwächen hat, mit kleineren Logik- aber auch Drehbuch-Problemen. Denn dass neben Amy Adams weitere Stars wie Jeremy Renner oder Forest Whitaker ein bisschen unter gehen, liegt nicht an den Schauspielern, sondern schlicht an ihren zu wenig herausgearbeiteten Charakteren.

Oscar-Chancen

Arrival dürfte einer der Abräumer bei den Oscars-Nominierungen werden, vom Schnitt, den Sound-Kategorien über Visual Effects bis hin zu Drehbuch, Regie und Hauptdarstellerin. Auch «IndieWire» prophezeit Amy Adams hier ihre sechste Oscar-Nominierung. Für einen Gewinn wird es ihr aber auch beim sechsen Mal nicht reichen, denken die Experten von «Goldderby».

Auch mir fehlt fast in jeder Kategorie das bisschen Mehr, als dass es wirklich für viele Gewinne reichen würde. Nicht nur bei Amy Adams, auch beim Film selbst, der zwar absolut sehenswert ist, aber nicht doch nicht überragend.

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