Rogue One: A Star Wars Story – Filmkritik

Star Wars Rogue One Trailer Kino Kritik Film Oscars Chancen

Bewertung: 7/10
Kurz: Ein durchaus sehenswerter Film, mit guter Story, überzeugenden Visual Effects aber schlechten Schauspielern.
Kinostart: 15. Dezember 2016

Rogue One gehört eigentlich nicht direkt zur bisher siebenteiligen Star Wars-Serie. Vielmehr ist es der erste von mehreren geplanten Anthology-Filmen, also ein Ableger-Film, bei dem eine Star Wars-Figur und ihre Geschichte im Vordergrund steht. Hier ist es Galen Erso (Mads Mikkelsen). Beziehungsweise seine Tochter Jyn Erso (Felicity Jones), die mit einer Gruppe von Rebellen versucht, die Baupläne des Todessternes zu stehlen.

Nicht-Kenner der Star Wars-Filme haben bis hier vielleicht schon abgehängt. Hoffentlich nicht. Denn auch ich würde mich nicht als Star Wars-Fan bezeichnen. Ich habe zwar vor einem Jahr mal alle Filme durchgeschaut, was OK war. Die vielen Handlungsstränge und Personen verwirren mich aber weiterhin. Kein Problem bei Rogue One. Zwar versteht man wohl den einen oder anderen Zusammenhang nur mit ein bisschen Hintergrundwissen. Der Film macht aber auch ohne diese Zusammenhänge Spass – dann einfach als loser Science-Fiction-/Action-Film.

Enttäuschende Schauspieler

Bei Rogue One: A Star Wars Story stimmt vieles. Die Visual Effects überzeugen, der Sound unterstützt, die Geschichte ist in sich stimmig und abschliessend. Auch Humor ist vorhanden. Und von der Prise Romantik könnte sich sogar Titanic ein Stück abschneiden. Auf jeden Fall wurde es mir die ganzen 134 Minuten nie langweilig – und das will einiges heissen.

Für Wermutstropfen sorgten einzig die Schauspieler. Ich weiss nicht, was es ist, aber Hauptdarstellerin Felicity Jones konnte mich bereits bei The Theory of Everything nicht vollends überzeugen, und enttäuschte mich auch hier wieder. Gleich wie Forest Whitaker, Mads Mikkelsen oder Ben Mendelsohn – bekannt aus der Serie Bloodline -, der mich teilweise an Dr. Evil aus Austin Powers erinnerte, wohl unbeabsichtigt.

Alles in allem ist Rogue One: A Star Wars Story aber trotzdem ein durchaus sehenswerter Kinofilm, der vor allem mit Story und Visual Effects zu unterhalten vermag – auch nicht Star Wars-Fans.

Oscar-Chancen

Ganz dem Genre und meinem Empfinden entsprechend wird Rogue One: A Star Wars Story dann auch einzig in den Technik- und Sound-Kategorien für einen Oscar gehandelt. Gemäss AwardCircuit.com könnte es bei Visual Effects, Original Score, Sound Editing und Sound Mixing für eine Nominierung reichen. «Variety» handelt ihn zusätzlich noch bei Editing, AwardsWatch.com bei Production Design. Alles in allem wird es also einige Nominierungen geben. Aber Gewinne?

Eine Übersicht zu den bisherigen Oscar-Gewinnen der Star Wars-Filme zeichnet eher ein düsteres Bild. Insgesamt gab es für die Star Wars-Filme bisher 27 Nominierungen in den normalen Kategorien. Sieben Mal wurde der Oscar auch gewonnen – davon sechs Oscars beim ersten Film 1977. Seit 1980 aber gewann kein Star Wars-Film mehr einen Oscar. Das wird wohl auch 2017 so bleiben.

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