La La Land – Filmkritik

La La Land: Wer das Träumen im Leben noch nicht verlernt hat, ein bisschen Liebe nicht scheut und sich für 128 Minuten verzaubern lassen möchte, ist hier richtig.

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Bewertung: 10/10
Kurz: Zurücklehnen, geniessen, träumen
Kinostart: 12. Januar 2017

Mia und Sebastian treffen im Stau in Los Angeles erstmals aufeinander. Und laufen sich anschliessend zufällig mehrmals über den Weg. Bald merken sie, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie zuerst dachten. Mia verfolgt den Traum, Schauspielerin zu werden. Erfolglos. Und Pianist Sebastian möchte einen eigenen Jazz Club eröffnen, mit richtigem Jazz. Erfolglos. Zusammen träumen sie, kämpfen sie, unterstützen sich, verlieben sich…

Die Hommage von Damien Chazelle an die «City of Stars»

Was braucht es mehr für eine Geschichte? Eigentlich nichts. La La Land erzählt keine komplizierte Story, kommt ohne verzweigte Handlungen aus, ist einfach aufgebaut. Und gerade diese Einfachheit ist wohltuend. Als Zuschauer fühlt man mit Mia (Emma Stone) und Sebastian (Ryan Gosling) mit, kommt ihnen nahe. Und es tut gut.

Drehbuchautor und Regisseur Damien Chazelle, gerade 32 Jahre alt geworden, macht bei La La Land so vieles richtig. Er erzählt die Geschichte zweier Protagonisten in Los Angeles, wie es nicht besser passen könnte. Als träumerische Hommage an die «City of Stars». Ein Musicalfilm, der viel mehr ist als Musical. Mit Humor, schöner Musik, herausragenden Schauspielern, passender Erzählweise…

128 Minuten zum Verzaubern

Fast alle Filmkritiken, die ich bisher zu La La Land gelesen habe, zeugten von einer selten einheitlichen, fast schon beängstigenden Begeisterung. Die Erwartungen waren deshalb entsprechend hoch. Aber was soll man sagen? Sie wurden nun mal erfüllt. Es wäre nun müssig, hier alle Lobeshymnen zu wiederholen, deshalb habe ich euch unten einfach einige verlinkt. Und sonst gibt es nicht viel mehr zu sagen als: Hingehen und anschauen.

OK, der Film wird nicht ganz allen gefallen. Von rund 30 Leuten im Kino haben bei mir zwei den Film vorzeitig abgebrochen und sind nach Hause. Und geht man nach den Fragen, die einige der Kino-Besucher ihren BegleiterInnen nach Filmende gestellt haben, hatten wohl auch nicht alle den Durchblick. Aber was solls.

Wer das Träumen im Leben noch nicht verlernt hat, ein bisschen Liebe nicht scheut und sich für 128 Minuten verzaubern lassen möchte, ist hier richtig. Und als kleine Entwarnung für alles Musicalfilm-Gegner: Ja, es gibt den einen oder anderen Song. Es wird aber bei weitem nicht durchgesungen, es hält sich vielmehr sehr in Grenzen.

Weitere Kritiken

  • Maximum Cinema: «Wir erheben das glücklich machende und quietschbunte Filmmusical schon jetzt in den Kultfilm-Himmel und hoffen auf einen wahren Oscar-Regen Ende Februar.»
  • Frame: «La La Land» ist eine Sensation, weil «Whiplash»-Regisseur Damien Chazelle aus der Tradition der MGM-Musicals schöpft und doch eine moderne Liebesgeschichte erzählt.
  • Filmkritikenod: Für Erlebnisse wie La La Land gehe ich ins Kino.
  • Flightattendantlovesmovies: «La La Land» ist ein moderner und zugleich nostalgischer Musicalfilm.

Oscars-Chancen

Die Zeichen für La La Land stehen gut – mehr als gut. Meine Prognose ist: Hier haben wir den Oscar-Film des Jahres. Da wäre zum einen, dass Hollywood Filme über sich selbst liebt. Zum anderen, dass La La Land unter anderem bei den Golden Globes zum Rekord-Abräumer wurde. Aber Achtung: Ganz so sicher ist es dann doch noch nicht. Nicht nur, dass die Golden Globes kaum etwas mit den Oscars gemeinsam haben. Auch wurde das Schauspiel-Ensemble bei den SAG-Awards nicht einmal nominiert. Seit 1995 mit Braveheart hat kein Film mit dieser Ausgangslage mehr den Oscar für den Besten Film erhalten. Aber Braveheart hat es auch geschafft. Und die Nicht-Nominierung bei den SAG-Awards liegt aus meiner Sicht mehr daran, dass neben Emma Stone und Ryan Gosling der restliche Cast bei La La Land fast untergeht.

Beide Hauptdarsteller – Ryan Gosling und Emma Stone – haben sich eine Oscars-Nominierung mehr als verdient. Emma Stone sollte mit dieser Leistung sogar den Oscar erhalten, ihr Emotionen-Spiel im Gesicht ist schlicht überwältigend. Daneben könnte Damien Chazelle als Drehbuchautor anstatt als Regisseur geehrt werden, Nominierungen wird er in beiden Kategorien erhalten. Und die Musik-Auszeichnungen werden wohl ebenfalls eine sichere Bank sein für La La Land, bei der Filmmusik wie auch dem besten Song. Kein Wunder: City of Stars geht einem nach dem Film lange nicht mehr aus dem Kopf.

City of Stars

Trailer La La Land

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