Oscars 2017: Meine Tipps

Wer bekommt den Oscar? Meine Tipps im Überblick – ein Mischung aus Herz und Taktik.

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Bester Film

Neun recht unterschiedliche Nominierte – und ein klarer Favorit. Hier gehen alle davon aus, dass «La La Land» gewinnt. Aus meiner Sicht absolut berechtigt. «La La Land» hat mich von Anfang bis zum Schluss gefesselt, mich zum Nachdenken gebracht, schlicht begeistert. Ich hätte spontan keine Szene, die ich nicht gemocht habe. Aber trotzdem noch ein kurzer Blick auf die anderen Kandidaten. Weiterlesen „Oscars 2017: Meine Tipps“

«La La Land» egalisiert Oscars-Allzeitrekord

Die Oscars-Nominierungen 2017 im Überblick.

Dass es viele Nominierungen für «La La Land» geben wird, war eigentlich klar. Aber so viele? Mit insgesamt 14 Nominierungen zieht der Film gleich mit «Titanic» (1997) und «All About Eve» (1950)! Am zweitmeisten Nominierungen erhielten dieses Jahr «Arrival» und «Moonlight» mit je insgesamt acht Chancen auf einen Oscar. Und auch die Schweiz kann sich Hoffnungen machen, mit «Ma Vie de Courgette», «La Femme et le TGV» und «I Am Not Your Negro» sogar gleich dreifach.

Die Nominierten der 89. Oscars-Verleihung im Überblick:

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La La Land – Filmkritik

La La Land: Wer das Träumen im Leben noch nicht verlernt hat, ein bisschen Liebe nicht scheut und sich für 128 Minuten verzaubern lassen möchte, ist hier richtig.

Bewertung: 10/10
Kurz: Zurücklehnen, geniessen, träumen
Kinostart: 12. Januar 2017

Mia und Sebastian treffen im Stau in Los Angeles erstmals aufeinander. Und laufen sich anschliessend zufällig mehrmals über den Weg. Bald merken sie, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie zuerst dachten. Mia verfolgt den Traum, Schauspielerin zu werden. Erfolglos. Und Pianist Sebastian möchte einen eigenen Jazz Club eröffnen, mit richtigem Jazz. Erfolglos. Zusammen träumen sie, kämpfen sie, unterstützen sich, verlieben sich… Weiterlesen „La La Land – Filmkritik“

Hell or High Water – Filmbewertung

hellorhighwater

Bewertung: 7/10
Kurz: Schöne Bilder, gute Musik. Insgesamt gute Unterhaltung, mehr aber auch nicht.
Kinostart Schweiz: 3. November 2016
Der Trailer zum Film

Die Kulisse gleicht einem modernen Western. Die Geschichte ebenfalls. Nur – wer ist der Gute, wer der Böse? Die beiden Brüder Toby (Chris Pine) und Tanner (Ben Foster) versuchen die Farm ihrer verstorbenen Mutter zu retten. Innerhalb weniger Tage müssen die Schulden bezahlt sein, ansonsten droht die Bank mit der Zwangsversteigerung. Die Lösung: Mehrere Überfälle auf genau diese Bank. Auf der anderen Seite stehen die Texas Ranger Alberto Parker (Gil Birmingham) und Marcus Hamilton (Jeff Bridges). Letzterer steht kurz vor seiner Pension, die Aufklärung der Banküberfälle wird wohl sein letzter Fall sein. Bald schon nehmen die beiden die Spur auf. Und mit wem soll der Zuschauer nun mitfiebern?

Hell or High Water ist ein bisschen Western und ein bisschen Krimi, gut konstruiert und regt mit gesellschaftskritischem Hintergrund durchaus zum Nachdenken an. Die Rollen sind fast durchgehend hervorragend besetzt. Überzeugend sind vor allem Jeff Bridges und Chris Pine, aber auch Ben Foster oder Gil Birmingham. Und trotzdem: Mehr als gute Unterhaltung ist Hell or High Water auch nicht. Irgendwie nichts Neues. Zwar gut, aber nicht herausragend. Haften blieben bei mir vor allem die Bilder sowie die Musik. Und ein paar offene Fragen, für deren Beantwortung zwischendurch fünf Minuten mehr Erklärung gereicht hätten. Schade darum.

Oscar-Chancen

Bester Film: Ich wage mal die Prognose, dass Hell oder High Water in dieser Kategorie keine Rolle spielen wird. Auch wenn er mit dem Kampf gegen die Banken und dem Auflehnen des kleinen Mannes ein aktuelles Thema aufnimmt. Zu wenig neu, zu unspektakulär.

Bester Hauptdarsteller: Jeff Bridges wird zwar als möglicher Nominierter hoch gehandelt. Und er liefert unbestritten auch einmal mehr ein überzeugendes Schauspiel. Geschichten wie seine, mit inzwischen fünf Nominierungen und «nur» einem Gewinn, kombiniert mit seinem Alter von 67 Jahren, sind in Hollywood ausserdem sehr beliebt. Trotzdem wäre dies seine dritte Rolle in Folge, in dem er in Cowboy-Umgebung nominiert wird. Ich hoffe deshalb auf keine Nominierung – und dass Jeff Bridges sein Können bald in neuer Rolle wieder unter Beweis stellt.

Bestes Originaldrehbuch: Hier könnte es für Taylor Sheridan zumindest für eine Nominierung reichen. Schliesslich fanden einige bereits sein Drehbuch für Sicario im vergangenen Jahr nominierungswürdig. Für mich hatten beide Drehbücher ihre Schwächen, weshalb ich auch hier wieder auf keine Nominierung hoffe.