Lion – Filmkritik

Oscar-Kandidat Lion zeigt die Suche eines Adoptierten nach seinen Wurzeln auf eindrückliche Weise. Ein absolut sehenswerter Film und empfehlenswert für alle, die sich ihrer Tränen im Kino nicht schämen.

Bewertung: 9/10
Kurz: Ein Film zum Heulen. Und das ist gut so.
Kinostart: 16. Februar 2017

Während sein Bruder zur Arbeit muss, schläft der 5-jährige Saroo auf der Suche nach etwas Essbarem in einem abgestellten Zug ein. Und erwacht erst wieder, als der Zug bereits in voller Fahrt Richtung Kalkutta ist. Wie kommt Saroo wieder zurück zu seiner Familie, ohne dass er seinen Familiennamen oder den genauen Wohnort kennt? Nach einigen Wochen auf der Strasse der Millionenstadt landet er in einem Waisenhaus, wird später von einem australischen Ehepaar adoptiert. 20 Jahre später möchte er endlich wissen, was aus seiner indischen Familie geworden ist.

Keine Spannung, keine Langeweile

Lion ist die Verfilmung des Romans «A long way home» und beruht auf einer wahren Begebenheit. Das macht ihn nicht wirklich leichter erträglich. Zwar wird dem Film in manchen Kritiken vorgeworfen, ein bisschen zu extrem auf die Tränendrüsen der Zuschauer zu zielen. Aber was soll man machen, wenn die Geschichte nun mal so war? Weiterlesen „Lion – Filmkritik“

American Pastoral

Ab Donnerstag, 17. November in den CH-Kinos: American Pastoral (Amerikanisches Idyll)

Eine Vorzeigefamilie in den USA der 60er-Jahre – scheinbar. Bis die politischen und sozialen Unruhen plötzlich auch das amerikanische Familienidyll durchrütteln und die verschwundene Tochter verdächtigt wird, einen Bombenanschlag verübt zu haben.

Das Regiedebüt von Ewan McGregor, der gleichzeitig auch die Hauptrolle übernimmt und Familienvater Seymour Levov spielt, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Philip Roth, der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde. Eigentlich perfekte Voraussetzungen für einen Oscar-Film. Während American Pastoral aber im Frühsommer noch als grosser Favorit gehandelt wurde, scheint er inzwischen fast ganz untergegangen zu sein.

Oscar-Chancen
Einzig Nebendarstellerin Dakota Fanning, welche die Rolle der Tochter Merry übernimmt, werden noch Aussenseiterchancen prognostiziert, während Film, Regie, Hauptdarsteller und Hauptdarstellerin (Oscar-Gewinnerin Jennifer Connelly) kaum mehr Erwähnung finden. Aber wer weiss?

Hell or High Water

Ab Donnerstag, 3. November in den CH-Kinos: Hell or High Water

Die Brüder Tanner und Toby überfallen eine Bank nach der anderen – aber ausschliesslich Banken, die das Land ihrer Familie zwangsversteigern liessen. Die beiden Texas Ranger Marcus Hamilton – der kurz vor seinem Ruhestand steht – und Alberto Parker kommen ihnen bald auf die Schliche.

Oscar-Chancen
Film (Aussenseiter)
Nebendarsteller: Jeff Bridges als Texas Ranger Marcus Hamilton
Bestes Originaldrehbuch: Taylor Sheridan