La La Land – Filmkritik

La La Land: Wer das Träumen im Leben noch nicht verlernt hat, ein bisschen Liebe nicht scheut und sich für 128 Minuten verzaubern lassen möchte, ist hier richtig.

Bewertung: 10/10
Kurz: Zurücklehnen, geniessen, träumen
Kinostart: 12. Januar 2017

Mia und Sebastian treffen im Stau in Los Angeles erstmals aufeinander. Und laufen sich anschliessend zufällig mehrmals über den Weg. Bald merken sie, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie zuerst dachten. Mia verfolgt den Traum, Schauspielerin zu werden. Erfolglos. Und Pianist Sebastian möchte einen eigenen Jazz Club eröffnen, mit richtigem Jazz. Erfolglos. Zusammen träumen sie, kämpfen sie, unterstützen sich, verlieben sich… Weiterlesen „La La Land – Filmkritik“

«La La Land» holt sieben Golden Globes – ein sicherer Oscar-Gewinner?

So viele wie noch nie: An den Golden Globes räumte der Musicalfilm «La La Land» gleich sieben Trophäen ab. Bisher standen «Einer flog über das Kuckucksnest» (1976) und «Midnight Express» (1979) mit jeweils sechs Gewinnen an der Spitze. Eine fast 40 Jahre andauernder Rekord also, der hier übertroffen wurde.

In diesen Kategorien wurde «La La Land» ausgezeichnet:

  • Bester Film – Komödie/Musical
  • Beste Regie
  • Bester Hauptdarsteller – Komödie/Musical (Ryan Gosling)
  • Beste Hauptdarstellerin – Komödie/Musical (Emma Stone)
  • Bestes Drehbuch
  • Beste Filmmusik
  • Bester Filmsong («City of Stars»)

Bedeutet dieser Rekord, dass hier auch gleich der grosse Oscar-Gewinner dieses Jahres feststeht? Ganz so klar ist das dann doch nicht. Die Golden Globes sind zwar der zweitwichtigste Filmpreis nach den Oscars. Als Vorbote des zwei Monate später stattfindenden grossen Bruders fungieren sie aber keineswegs. Weiterlesen „«La La Land» holt sieben Golden Globes – ein sicherer Oscar-Gewinner?“

Nocturnal Animals – Filmkritik

Bewertung: 9/10
Kurz: Optisch (fast) ein Meisterwerk. Und trotzdem hält die Geschichte mit.
Kinostart: 22. Dezember 2016

Bei der Galeristin Susan Morrow läuft das Leben aktuell nicht so, wie sie sich das vorstellt – wobei sie fast alles hat, was sie sich vor einigen Jahren gewünscht hatte. Damals, als ihre erste Ehe scheiterte und sie in die Arme des zweiten Ehemannes flüchtete, sich mit ihm ein erfolgreiches Leben mit Geld, schönem Haus und vielen Freunden aufbaute. Die Kunst, mit der sie arbeitet, scheint ihr aber nicht mehr wirkliche Erfüllung zu geben, ihr Ehemann arbeitet zu viel, das Geld macht nur mässig glücklich. Da erreicht sie ein Manuskript ihres ersten Ehemannes: Nocturnal Animals – ihr gewidmet. Weiterlesen „Nocturnal Animals – Filmkritik“

Rogue One: A Star Wars Story – Filmkritik

Bewertung: 7/10
Kurz: Ein durchaus sehenswerter Film, mit guter Story, überzeugenden Visual Effects aber schlechten Schauspielern.
Kinostart: 15. Dezember 2016

Rogue One gehört eigentlich nicht direkt zur bisher siebenteiligen Star Wars-Serie. Vielmehr ist es der erste von mehreren geplanten Anthology-Filmen, also ein Ableger-Film, bei dem eine Star Wars-Figur und ihre Geschichte im Vordergrund steht. Hier ist es Galen Erso (Mads Mikkelsen). Beziehungsweise seine Tochter Jyn Erso (Felicity Jones), die mit einer Gruppe von Rebellen versucht, die Baupläne des Todessternes zu stehlen.

Nicht-Kenner der Star Wars-Filme haben bis hier vielleicht schon abgehängt. Hoffentlich nicht. Denn auch ich würde mich nicht als Star Wars-Fan bezeichnen. Ich habe zwar vor einem Jahr mal alle Filme durchgeschaut, was OK war. Die vielen Handlungsstränge und Personen verwirren mich aber weiterhin. Kein Problem bei Rogue One. Zwar versteht man wohl den einen oder anderen Zusammenhang nur mit ein bisschen Hintergrundwissen. Der Film macht aber auch ohne diese Zusammenhänge Spass – dann einfach als loser Science-Fiction-/Action-Film. Weiterlesen „Rogue One: A Star Wars Story – Filmkritik“

Arrival – Filmkritik

Bewertung: 8/10
Kurz: Was bringt die Zukunft? Arrival geht dieser Frage für einmal aus einer anderen Perspektive nach und regt zum Nachdenken an – auch Nicht-Science-Fiction-Fans.
Kinostart: 8. Dezember 2016

12 Raumschiffe landen gleichzeitig an verschiedenen Orten der Welt – was aber wollen die Ausserirdischen von den Menschen? Ist es eine Kriegserklärung? Ein wohlgesinnter Besuch? Ein Grundszenario, wie es schon in vielen Science-Fiction-Filmen aufgebaut wurde. Das ist dann aber auch schon fast alles, was Arrival mit den typischen Science-Fiction-Filmen gemein hat. Bei Arrival gibt es nur wenige Explosionen, es werden keine Städte zerstört und es rennen keine schreienden Menschen umher. Regisseur Denise Villeneuve wählt basieren auf der Kurzgeschichte Story of Your Life eine andere Perspektive. Weiterlesen „Arrival – Filmkritik“

Florence Foster Jenkins – Filmkritik

Bewertung: 3/10
Kurz: Eine Komödie auf Kosten einer kränkelnden Frau – das rettet auch Meryl Streep nicht mehr.
Kinostart: 24. November 2016

Florence Foster Jenkins hätte immer gerne Musikkarriere gemacht, nur leider fehlt ihr jegliches Gefühl für Rhythmus und Töne. Dank ihrem Millionenvermögen schafft sie es trotzdem auf die Bühne. Und dank ausgewähltem Publikum und durch Bemühen ihres Gatten ohne Kritik an ihrem Talent. So geht sie als schlechteste Sängerin der Welt in die Geschichte ein.

Ein Filmstoff, der sich geradezu zur Komödie eignet, dachte sich wohl auch Regisseur Stephen Frears. Und tatsächlich erntet der Film nicht mal so schlechte Kritiken, mit 7/10 Sternen auf «IMDb» oder 4,3/5 auf «Cineman». Nur leider würde sich die Lebensgeschichte von Florence Foster Jenkins eher für ein Drama eignen – weshalb der Film aus meiner Sicht absolut durchfällt. Weiterlesen „Florence Foster Jenkins – Filmkritik“

«Ma vie de Courgette» unter den neun besten fremdsprachigen Oscar-Filmen

Die Erfolgsgeschichte von «Ma vie de Courgette» – oder «My Life as a Zucchini» – geht weiter. Nun veröffentlichte die Oscars-Academy ihre Shortlist mit den letzten neun verbleibenden fremdsprachigen (nicht englisch-sprachigen) Filmen, die sich in dieser Kategorie noch Hoffnungen auf einen Oscar machen können. Einer der neun Filme: Der Schweizer Beitrag «Ma vie de Courgette».

Der Animationsfilm von Claude Barras handelt vom Waisenjunge Courgette und seinem Leben in Heim – und dem Umgang mit den anderen Kindern dort. Eine schweizerisch-französische Co-Produktion, die einen Preis nach dem anderen abräumt, unter anderem auch den Europäischen Filmpreis für den besten Animationsfilm 2016 gewann. Weiterlesen „«Ma vie de Courgette» unter den neun besten fremdsprachigen Oscar-Filmen“