Critics‘ Choice Awards – «La La Land» mit 12 Nominierungen

Heute Donnerstag wurden die Nominierten für die diesjährigen Critics‘ Choice Awards verkündet. Und damit hat die Award-Season endgültig begonnen. Die Critics‘ Choice Awards sind in der Reihe der Award-Verleihungen vor allem deshalb von grosser Bedeutung, da sie zum einen von Filmkritikern vergeben werden. Diese haben nicht selten den Einfluss, einen Film auf dem Weg zum Oscar zu pushen oder eben nicht. Zum anderen ist es die erste Verleihung in der Reihe der wichtigsten Preise und gibt somit eine erste Übersicht zu den wirklichen Favoriten der jeweiligen Award-Season.

Dieses Jahr ganz vorne mit dabei sind «La La Land» mit zwölf Nominierungen (u.a. Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera…), gefolgt von «Arrival» und «Moonlight» mit jeweils 10 Nominierungen.

Die Critics‘ Choice Awards werden am 11. Dezember in Santa Monica vergeben.

Alle Nominierten im Überblick

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Zwei Schweizer Kurzfilme im offiziellen Oscar-Rennen

Am Mittwoch publizierte die «Academy of Motion Picture Arts and Sciences» die Shortlist der Kurzfilme, welche noch im Rennen um den Oscar 2017 sind. Das heisst, die letzten zehn verbleibenden Kandidaten, die sich Hoffnungen auf eine Nominierung und vielleicht sogar einen Oscar machen können. Darunter finden sich gleich zwei Schweizer Kurzfilme: «Bon Voyage» und «La Femme et le TGV».

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Fantastic Beasts and Where to Find Them – Filmbewertung

Bewertung: 5/10
Kurz: Eine Rückkehr in eine leider etwas entzauberte Zauberwelt. Im Ansatz gut, in den Details verloren.
Kinostart: 17. November 2016

Über fünf Jahre nach dem letzten Harry Potter Film habe ich mich gefreut auf eine Rückkehr in die Zauberwelt von J.K. Rowling. Auch wenn Fantastic Beasts and Where to Find Them nur wenig mit Harry Potter & Co. zu tun hat – die Fantasie wird ja wohl die gleiche geblieben sein. Naja.

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American Pastoral

Ab Donnerstag, 17. November in den CH-Kinos: American Pastoral (Amerikanisches Idyll)

Eine Vorzeigefamilie in den USA der 60er-Jahre – scheinbar. Bis die politischen und sozialen Unruhen plötzlich auch das amerikanische Familienidyll durchrütteln und die verschwundene Tochter verdächtigt wird, einen Bombenanschlag verübt zu haben.

Das Regiedebüt von Ewan McGregor, der gleichzeitig auch die Hauptrolle übernimmt und Familienvater Seymour Levov spielt, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Philip Roth, der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde. Eigentlich perfekte Voraussetzungen für einen Oscar-Film. Während American Pastoral aber im Frühsommer noch als grosser Favorit gehandelt wurde, scheint er inzwischen fast ganz untergegangen zu sein.

Oscar-Chancen
Einzig Nebendarstellerin Dakota Fanning, welche die Rolle der Tochter Merry übernimmt, werden noch Aussenseiterchancen prognostiziert, während Film, Regie, Hauptdarsteller und Hauptdarstellerin (Oscar-Gewinnerin Jennifer Connelly) kaum mehr Erwähnung finden. Aber wer weiss?

27 Animationsfilme im Oscar-Rennen – inklusive «Ma vie de Courgette»

Gleich 27 Beiträge wurden dieses Jahr für die Kategorie «Bester animierter Spielfilm» eingereicht, ein Rekord, wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles mitteilte. Für die Schweiz besonders spannend: Auch «Ma vie de Courgette» beziehungsweise «My Life as a Zucchini» steigt ins Rennen.

«Ma vie de Courgette» wurde von der Schweiz bereits als Bewerber um den «Besten Fremdsprachigen Film» bei den Oscars eingereicht. Der Animationsfilm von Claude Barras räumt zurzeit einen Preis nach dem anderen ab, gewann unter anderem am Festival International du Film d’Animation (Publikumspreis) oder am Filmfestival von San Sébastian (Audience Award for Best European Film). Der US-Amerikanische Verleih GKIDS (New York) hat die Stop-Motion Animation nun auch für den «Besten animierten Spielfilm» bei den Oscars angemeldet.

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Hell or High Water – Filmbewertung

hellorhighwater

Bewertung: 7/10
Kurz: Schöne Bilder, gute Musik. Insgesamt gute Unterhaltung, mehr aber auch nicht.
Kinostart Schweiz: 3. November 2016
Der Trailer zum Film

Die Kulisse gleicht einem modernen Western. Die Geschichte ebenfalls. Nur – wer ist der Gute, wer der Böse? Die beiden Brüder Toby (Chris Pine) und Tanner (Ben Foster) versuchen die Farm ihrer verstorbenen Mutter zu retten. Innerhalb weniger Tage müssen die Schulden bezahlt sein, ansonsten droht die Bank mit der Zwangsversteigerung. Die Lösung: Mehrere Überfälle auf genau diese Bank. Auf der anderen Seite stehen die Texas Ranger Alberto Parker (Gil Birmingham) und Marcus Hamilton (Jeff Bridges). Letzterer steht kurz vor seiner Pension, die Aufklärung der Banküberfälle wird wohl sein letzter Fall sein. Bald schon nehmen die beiden die Spur auf. Und mit wem soll der Zuschauer nun mitfiebern?

Hell or High Water ist ein bisschen Western und ein bisschen Krimi, gut konstruiert und regt mit gesellschaftskritischem Hintergrund durchaus zum Nachdenken an. Die Rollen sind fast durchgehend hervorragend besetzt. Überzeugend sind vor allem Jeff Bridges und Chris Pine, aber auch Ben Foster oder Gil Birmingham. Und trotzdem: Mehr als gute Unterhaltung ist Hell or High Water auch nicht. Irgendwie nichts Neues. Zwar gut, aber nicht herausragend. Haften blieben bei mir vor allem die Bilder sowie die Musik. Und ein paar offene Fragen, für deren Beantwortung zwischendurch fünf Minuten mehr Erklärung gereicht hätten. Schade darum.

Oscar-Chancen

Bester Film: Ich wage mal die Prognose, dass Hell oder High Water in dieser Kategorie keine Rolle spielen wird. Auch wenn er mit dem Kampf gegen die Banken und dem Auflehnen des kleinen Mannes ein aktuelles Thema aufnimmt. Zu wenig neu, zu unspektakulär.

Bester Hauptdarsteller: Jeff Bridges wird zwar als möglicher Nominierter hoch gehandelt. Und er liefert unbestritten auch einmal mehr ein überzeugendes Schauspiel. Geschichten wie seine, mit inzwischen fünf Nominierungen und «nur» einem Gewinn, kombiniert mit seinem Alter von 67 Jahren, sind in Hollywood ausserdem sehr beliebt. Trotzdem wäre dies seine dritte Rolle in Folge, in dem er in Cowboy-Umgebung nominiert wird. Ich hoffe deshalb auf keine Nominierung – und dass Jeff Bridges sein Können bald in neuer Rolle wieder unter Beweis stellt.

Bestes Originaldrehbuch: Hier könnte es für Taylor Sheridan zumindest für eine Nominierung reichen. Schliesslich fanden einige bereits sein Drehbuch für Sicario im vergangenen Jahr nominierungswürdig. Für mich hatten beide Drehbücher ihre Schwächen, weshalb ich auch hier wieder auf keine Nominierung hoffe.

Hell or High Water

Ab Donnerstag, 3. November in den CH-Kinos: Hell or High Water

Die Brüder Tanner und Toby überfallen eine Bank nach der anderen – aber ausschliesslich Banken, die das Land ihrer Familie zwangsversteigern liessen. Die beiden Texas Ranger Marcus Hamilton – der kurz vor seinem Ruhestand steht – und Alberto Parker kommen ihnen bald auf die Schliche.

Oscar-Chancen
Film (Aussenseiter)
Nebendarsteller: Jeff Bridges als Texas Ranger Marcus Hamilton
Bestes Originaldrehbuch: Taylor Sheridan